Was ist 80-cm-kanone (e)?

Die 80-cm-Kanone war eine schwere Artilleriewaffe, die im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht eingesetzt wurde. Sie wurde als Teil des sogenannten „Schweren Gustav“-Geschützes entwickelt, das die größten je benutzten beweglichen Artilleriegeschütze darstellte. Die Kanone war in der Lage, schwere Panzerungen und Befestigungen zu durchdringen.

Die 80-cm-Kanone hatte eine Länge von 30 Metern und wog etwa 1350 Tonnen. Sie konnte Geschosse mit einem Gewicht von 7 Tonnen über eine maximale Reichweite von etwa 47 Kilometern abfeuern. Die Kadenz (Schussfolge) der Kanone war sehr gering, da die Vorbereitungen zum Laden und Zielen viel Zeit in Anspruch nahmen.

Das Geschütz wurde während des Krieges zur Belagerung der Festung Sewastopol auf der Krim eingesetzt, sowie zur Bombardierung von Stalingrad und anderer Festungen. Allerdings erwies es sich aufgrund seiner enormen Größe und seines Gewichts als schwer zu transportieren und einzusetzen. Zudem war die Munition für die Kanone sehr teuer und aufwendig herzustellen.

Das „Schwere Gustav“-Geschütz, zu dem die 80-cm-Kanone gehörte, war eine technische Meisterleistung und demonstrierte die damalige technologische Überlegenheit der deutschen Rüstungsindustrie. Heute existieren nur noch Überreste des Geschützes, die als Museumsstücke ausgestellt sind.